„Was hat Ihnen am meisten geholfen, als es Ihnen sehr schlecht ging?“ - So lautet die Frage, die den hier porträtierten Menschen gestellt wurde.

Der § 53 SGB XII „Leistungsberechtigte und Aufgabe“ Absatz (1) besagt: „Personen, die durch eine Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches wesentlich in ihrer Fä- higkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe, wenn und solange nach der Besonderheit des Einzelfalles, insbesondere nach Art oder Schwere der Behinde- rung, Aussicht besteht, dass die Aufgabe der Eingliederungshilfe erfüllt werden kann. Personen mit einer anderen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung können Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten.“

Alle hier Porträtierten erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe nach SGB XII aufgrund meist langer Krankengeschichte. Zweck der Eingliederungshilfe besteht darin „...drohende Behinde- rung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern.“ (§ 53 SGB XII Abs. 3)

Die Auswahl der Personen erfolgte aus persönlichen Gründen und hat nicht den Anspruch repräsentativ zu sein. Weder sollen bestimmte Personengruppen ausgeschlossen noch beson- ders hervorgehoben sein. Die Serie stellt eine Momentaufnahme im Leben von Menschen aus der Region dar, mit denen die Künstlerin in Kontakt steht.

Auch wenn diese Arbeit zunächst etwas düster anmutet, so hat sie doch etwas sehr Positives: Konkrete Hilfe hat verschiedene Gesichter. Alle Personen beweisen auf eine beeindruckende Weise, dass es mit etwas Unterstützung möglich ist „nach dem Dunkel wieder Licht zu finden“.

Fotografien: Sebastian Wanke, Theresa Berger

Null.

 

 2019
 35 x 48 cm
 Aquarellstifte auf Papier

© 2016-20 Theresa Berger